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G3 ZED 12

G3 ZED 12
Text: Christian Penning | Datum: 15.10.2019
G3 ZED 12
G3

469 € | 499 CHF

TESTEINDRUCK

Auf Basis des Klassikers Ion schickt G3 einen neuen, leichten Pin-Allrounder ins Rennen: die G3 Zed 12. Der relativ hoch bauende Vorderbacken (höchste Standhöhe im Test) soll laut Herstellerangaben auf die Bindung wirkende Kräfte dynamischer absorbieren und damit ungewollte Auslösungen reduzieren. Die Daten des Labortests von Outdoor Content Hub belegen das allerdings nicht. Zumindest nicht, was die Energie-Kompensation bei seitlichen Schlägen (Pendelschlag von der Seite) betrifft. Hier liegt die Zed 12 in etwa auf dem gleichen Niveau wie die im Vorjahr getestete Ion 10. Diesen Test mit seitlicher Stossbelastung bestand die Zed 12 wie alle anderen getesteten leichten Pin-Bindungen nicht. Die Bindung kann seitliche Schläge nicht in dem Masse kompensieren, wie es die Tourenbindungsnorm erfordert. Sie öffnet vorzeitig.

Bei Überprüfung der Z-Wert-Einstellungen lagen die Werte bei der Seitwärtsauslösung bei niedrigen Z-Werteinstellungen über den von der Norm vorgegebenen Toleranzbereichen. Bei der Frontalsturzauslösung lagen die Auslösewerte niedriger als die Z-Wert-Einstellungen im Sichtfenster. Frontal- und Seitwärtsauslösung werden am Hinterbacken mit der gleichen Schraube (eine Skala) eingestellt. Die Einstellung führt jedoch bei Frontal- und Seitwärtsauslösung zu unterschiedlichen Auslösewerten (Z-Werten). Das Auslöseverhalten im Verlauf von 25 Testauslösungen ist mit nur geringen Abweichungen von zwei bis drei Prozent sehr konstant. Den Drehsturztest mit Körperrücklage bestand die K3 Zed 12 genauso wie alle anderen getesteten leichten Pin-Bindungen nicht. Die Abweichung der Auslösewerte lag 36,9 Prozent über dem Sollwert und damit 11,9 Prozent über der von der Norm vorgegebenen Toleranzschwelle.

In der Praxis bietet die Bindung auf den Abfahrten eine solide Performance. Die Steifigkeitswerte beim Aufkanten liegen etwas unter denen der anderen Testkandidaten, aber immer noch auf einem guten Niveau – knapp unter dem der massiver gebauten und schwereren G3 Ion 10. Mehrere Fehlauslösungen passierten im Praxistest bei der Verwendung der G3 Zed 12 mit einem Schuh ohne „Dynafit certified“ Inserts. Checks im Prüflabor mit unterschiedlichen Schuhmodellen bestätigten deutlich geringere Auslösewerte bei einem Schuh, der nicht mit „Dynafit certified“ Inserts ausgerüstet war. Eine etwas andere Form der Inserts oder ein etwas grösserer horizontaler Abstand der Inserts bzw. die Kombination aus beidem könnte der Grund dafür sein. Dieses Manko ist nicht unbedingt dem Bindungshersteller anzulasten, zeigt aber, dass die Bindung auf unterschiedliche Pin-Tourenschuhmodelle mit unterschiedlichen Auslösewerten reagiert.

Die Bedienung läuft nach bewährtem Muster. Man dreht den Hinterbacken um 90 Grad. Um dabei den Widerstand des Stoppers zu überwinden, muss man kräftig zupacken. Ohne Handschuhe besteht eine gewisse Verletzungsgefahr, insbesondere beim Zurückdrehen vom Aufstiegs- in den Abfahrtsmodus, wenn der Stopper hochschnellt. Die Steighilfen bieten neben der flachen Grundeinstellung (0,7°) zwei Positionen mit Winkeln von 6,5° und 10,5°. Die Bedienung der Steighilfen ist per Stock sehr leicht, allerdings sind die Steighilfen so leichtgängig, dass sie bei grösseren Erschütterungen der Ski im Aufstieg bisweilen ungewollt in die Ausgangsposition zurückklappen. Der Einstieg in die Bindung funktioniert am besten, wenn man den Schuh in flachem Winkel auf den Vorderbacken setzt.
Testeindruck
G3 ZED 12
Auf Basis des Klassikers Ion schickt G3 einen neuen, leichten Pin-Allrounder ins Rennen: die G3 Zed 12. Der relativ hoch bauende Vorderbacken (höchste Standhöhe im Test) soll laut Herstellerangaben auf die Bindung wirkende Kräfte dynamischer absorbieren und damit ungewollte Auslösungen reduzieren. Die Daten des Labortests von Outdoor Content Hub belegen das allerdings nicht. Zumindest nicht, was die Energie-Kompensation bei seitlichen Schlägen (Pendelschlag von der Seite) betrifft. Hier liegt die Zed 12 in etwa auf dem gleichen Niveau wie die im Vorjahr getestete Ion 10. Diesen Test mit seitlicher Stossbelastung bestand die Zed 12 wie alle anderen getesteten leichten Pin-Bindungen nicht. Die Bindung kann seitliche Schläge nicht in dem Masse kompensieren, wie es die Tourenbindungsnorm erfordert. Sie öffnet vorzeitig.

Bei Überprüfung der Z-Wert-Einstellungen lagen die Werte bei der Seitwärtsauslösung bei niedrigen Z-Werteinstellungen über den von der Norm vorgegebenen Toleranzbereichen. Bei der Frontalsturzauslösung lagen die Auslösewerte niedriger als die Z-Wert-Einstellungen im Sichtfenster. Frontal- und Seitwärtsauslösung werden am Hinterbacken mit der gleichen Schraube (eine Skala) eingestellt. Die Einstellung führt jedoch bei Frontal- und Seitwärtsauslösung zu unterschiedlichen Auslösewerten (Z-Werten). Das Auslöseverhalten im Verlauf von 25 Testauslösungen ist mit nur geringen Abweichungen von zwei bis drei Prozent sehr konstant. Den Drehsturztest mit Körperrücklage bestand die K3 Zed 12 genauso wie alle anderen getesteten leichten Pin-Bindungen nicht. Die Abweichung der Auslösewerte lag 36,9 Prozent über dem Sollwert und damit 11,9 Prozent über der von der Norm vorgegebenen Toleranzschwelle.

In der Praxis bietet die Bindung auf den Abfahrten eine solide Performance. Die Steifigkeitswerte beim Aufkanten liegen etwas unter denen der anderen Testkandidaten, aber immer noch auf einem guten Niveau – knapp unter dem der massiver gebauten und schwereren G3 Ion 10. Mehrere Fehlauslösungen passierten im Praxistest bei der Verwendung der G3 Zed 12 mit einem Schuh ohne „Dynafit certified“ Inserts. Checks im Prüflabor mit unterschiedlichen Schuhmodellen bestätigten deutlich geringere Auslösewerte bei einem Schuh, der nicht mit „Dynafit certified“ Inserts ausgerüstet war. Eine etwas andere Form der Inserts oder ein etwas grösserer horizontaler Abstand der Inserts bzw. die Kombination aus beidem könnte der Grund dafür sein. Dieses Manko ist nicht unbedingt dem Bindungshersteller anzulasten, zeigt aber, dass die Bindung auf unterschiedliche Pin-Tourenschuhmodelle mit unterschiedlichen Auslösewerten reagiert.

Die Bedienung läuft nach bewährtem Muster. Man dreht den Hinterbacken um 90 Grad. Um dabei den Widerstand des Stoppers zu überwinden, muss man kräftig zupacken. Ohne Handschuhe besteht eine gewisse Verletzungsgefahr, insbesondere beim Zurückdrehen vom Aufstiegs- in den Abfahrtsmodus, wenn der Stopper hochschnellt. Die Steighilfen bieten neben der flachen Grundeinstellung (0,7°) zwei Positionen mit Winkeln von 6,5° und 10,5°. Die Bedienung der Steighilfen ist per Stock sehr leicht, allerdings sind die Steighilfen so leichtgängig, dass sie bei grösseren Erschütterungen der Ski im Aufstieg bisweilen ungewollt in die Ausgangsposition zurückklappen. Der Einstieg in die Bindung funktioniert am besten, wenn man den Schuh in flachem Winkel auf den Vorderbacken setzt.

Fazit

«Hoch aufbauende Allroundbindung für Einsteiger.»

Stärken

+ solide Verarbeitung
+ solide Steifigkeitswerte beim Aufkanten

Schwächen

– Abweichungen der Auslösewerte bei Z-Wert-Einstellung per Sichtfenster
– Schwächen bei seitlichen Stossbelastungen
Produktdaten
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